Andreas Fahr (Foto: Hugues Siegenthaler)

Andreas Fahr

5. April 1966

Lexikoneintrag von Julia Paszkiewicz am 17. November 2016

Als Schüler von Hans-Bernd Brosius steht Andreas Fahr für Nutzungs-, Rezeptions- und Wirkungsforschung. Nach über zehn Jahren am Fachstandort München sowie einer kurzen Station in Erfurt ist er seit 2013 Professor an der Universität in Fribourg.

Stationen

Geboren in Hamburg. Vater Meister in Gas- und Wasserinstallation und Spenglerei, Mutter Sekretärin. 1985 Ausbildung und Tätigkeit als Bankkaufmann in Frankfurt/Main und London. 1989 Studium der Publizistik, Volkswirtschaftslehre und Psychologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Medien Institut Ludwigshafen. 2000 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität, 2007 Akademischer Rat, 2011 Oberrat. 2001 Promotion (Doktorvater: Hans-Bernd Brosius). 2010 Habilitation. 2011 Vertretung der Professur Medienqualitäten an der LMU München. 2012 Professur für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Soziale Kommunikation an der Universität Erfurt. 2013 Professur für Empirische Kommunikationsforschung an der Universität Fribourg. Verheiratet, eine Tochter.

Publikationen

  • Katastrophale Nachrichten? Eine Analyse der Qualität von Fernsehnachrichten. München: R. Fischer 2001 (Dissertation).
  • Nichts wie weg? Ursachen der Programmflucht. In: Medien & Kommunikationswissenschaft 53. Jg. (2005), S. 5-25 (mit Hannah Früh).
  • EDA Positive Change: A Simple Algorithm for Electrodermal Activity to Measure General Audience Arousal During Media Exposure. In: Communication Methods and Measures Vol. 6 (2012), S. 237-250 (mit Dominik Leiner und Hannah Früh).
  • Handbuch Medienwirkungsforschung. Wiesbaden: Springer VS 2013 (herausgegeben mit Wolfgang Schweiger)
  • Werbewirkung im Fernsehen II. Befunde aus der Medienforschung. Baden-Baden: Nomos 2014 (mit Verena Kaut und Hans-Bernd Brosius).

Auf Wunsch seiner Eltern absolvierte Andreas Fahr zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Dann besann er sich aber auf sein eigentliches Ziel und begann ein sozialwissenschaftliches Studium mit Publizistik im Hauptfach an der Universität Mainz. Nach fünf Jahren wissenschaftlicher Mitarbeitertätigkeit in Ludwigshafen wechselte Fahr zur Jahrtausendwende an den Lehrstuhl von Hans-Bernd Brosius nach München und promovierte ein Jahr später mit einer Untersuchung der Qualität von Fernsehnachrichten (vgl. Fahr 2001).

Geprägt von seinem Doktorvater Brosius, arbeitete Fahr in den folgenden zehn Jahren am Münchner Institut insbesondere im Bereich der Nutzungs-, Rezeptions- und Wirkungsforschung und hier vor allem aus medienpsychologischer Perspektive. Nach seiner erfolgreichen Habilitation (Rezeptionsprozesse – Eine Einführung in Grundlagen, Messung und Anwendungsfelder) erhielt er eine Gastprofessur in Zürich und sowie eine Vertretungsprofessur am Münchner Institut, ehe er 2012 zunächst nach Erfurt berufen wurde und ein Jahr später nach Fribourg. Fahr steht besonders für empirische Methoden und Datenanalyse sowie psychophysiologische und apparative Beobachtungsverfahren. Am Institut in Fribourg betreut er das DCMlab, in dem mit diesen Verfahren Medienrezeptions- und Wirkungsprozesse gemessen und analysiert werden.

Literaturangaben

  • Andreas Fahr: Katastrophale Nachrichten? Eine Analyse der Qualität von Fernsehnachrichten. München: R. Fischer 2001.

Weblinks

Empfohlene Zitierweise

Julia Paszkiewicz: Andreas Fahr. In: Michael Meyen/Thomas Wiedemann (Hrsg.): Biografisches Lexikon der Kommunikationswissenschaft. Köln: Herbert von Halem 2016. http://blexkom.halemverlag.de/andreas-fahr/ (Datum des Zugriffs).