Wilfried Scharf
Wilfried Scharf hat das Göttinger Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft vier Jahrzehnte geprägt und am Laufen gehalten. Umso tragischer, dass er am Ende auch dessen Schließung mittragen musste.
Wilfried Scharf hat das Göttinger Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft vier Jahrzehnte geprägt und am Laufen gehalten. Umso tragischer, dass er am Ende auch dessen Schließung mittragen musste.
Kurt Paupié zählte zur ersten Generation derjenigen, die sich im Fach Zeitungswissenschaft habilitiert haben. Angesichts seiner NS-Vergangenheit bedeutete seine Berufung ans Wiener Fachinstitut aber eine weitere Verzögerung des dort seit 1945 nötigen Neuanfangs.
Siegfried Schmidt (1936 bis 2015) hat an der Leipziger Universität ein halbes Jahrhundert lang Journalisten ausgebildet. Karl-Heinz Röhr, Weggefährte in der DDR, würdigt Schmidts Lebenslauf und seine Leistungen in Lehre und Forschung als eine „Besonderheit“ im Fach.
Siegfried Weischenberg hat in Deutschland die hochschulgebundene Journalistenausbildung mitinitiiert, Systemtheorie und Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft etabliert, den Journalismus in Deutschland empirisch erforscht und zuletzt zu Max Weber gearbeitet.
Karl d’Ester gehört zu den Gründervätern der Zeitungswissenschaft in Deutschland. Er hatte an der Universität München den ersten planmäßigen Lehrstuhl der Disziplin inne und stand drei Jahrzehnte an der Spitze des dortigen Instituts. Nach 1945 vermochte er dem Fach aber keine neuen Impulse mehr zu geben.
Der Feuilleton- und Zeitschriftenforscher Wilmont Haacke war beteiligt an der Neugestaltung des Fachs nach 1945, steht gleichzeitig aber für die personelle Kontinuität der damaligen Disziplin mit der nationalsozialistischen Zeitungswissenschaft.