Carsten Wünsch (Foto: Jürgen Schabe)

Carsten Wünsch

27. Oktober 1972

Lexikoneintrag von Sabine Gehring am 1. Dezember 2016

Geprägt von Wolfgang Donsbach und Werner Früh bringt Carsten Wünsch frische Ideen in der empirischen und theoretischen Medienrezeptions- und Medienwirkungsforschung an die Universität Bamberg.

Stationen

Geboren und aufgewachsen in Dresden. Vater Physiker, Mutter Ingenieurin für Wärmetechnik. 1992 bis 2000 Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Philosophie und Wirtschaftswissenschaft an der Technischen Universität Dresden. 2000 bis 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. 2005 Promotion. 2009 bis 2010 Vertretungsprofessur für Kommunikationswissenschaft an der Universität Augsburg. 2010 bis 2013 Juniorprofessur für Kommunikationswissenschaft am Sozialwissenschaftlichen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2013 Professur für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt empirische und theoretische Rezeptions- und Wirkungsforschung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Publikationen

  • TDU-Unterhaltungsindex. Ein Instrument zur empirischen Ermittlung von Unterhaltungserleben. In: Medien & Kommunikationswissenschaft 52. Jg. (2004), S. 515-544 (mit Werner Früh und Pascal Klopp).
  • Unterhaltungserleben. Ein hierarchisches Zwei-Ebenen-Modell affektiv-kognitiver Informationsverarbeitung. Köln: Herbert von Halem 2006 (Dissertation).
  • Empathie und Medienempathie. Ein empirischer Konstrukt- und Methodenvergleich. In: Publizistik 54. Jg. (2009), S. 191-215 (mit Werner Früh).
  • Die Online-Inhaltsanalyse. Köln: Herbert von Halem 2010 (Herausgeber, mit Martin Welker).
  • Handbuch Medienrezeption. Baden-Baden: Nomos 2014 (Herausgeber, mit Holger Schramm, Helena Bilandzic und Volker Gehrau).

Carsten Wünsch wurde während seines Studiums in Dresden vor allem von Wolfgang Donsbach und dessen damaligem Mitarbeiter Jens Wolling geprägt. Die spätere Zusammenarbeit mit Doktorvater Werner Früh in Leipzig hat seine wissenschaftliche Ausrichtung theoretisch und methodisch zusätzlich beeinflusst – abzulesen insbesondere an seiner Dissertation (Wünsch 2006). Wie eng der Name Carsten Wünsch mit der Unterhaltungs- und Rezeptionsforschung verbunden ist, verdeutlichen ferner die entsprechenden von ihm (zeitweise) mit herausgegebenen Schriftenreihen im Halem- und im Nomos-Verlag. In Bamberg ist er seit 2013 Professor mit einer Ausrichtung, die seinem Profil entspricht. Er beschäftigt sich dort vor allem mit dem Rezeptionserleben und mit kognitiven Wirkungen fiktionaler Medieninhalte. Ergänzt wird dieses Profil durch das Themengebiet Massenkommunikation im öffentlichen Raum sowie durch empirische Forschungsmethoden wie Experimente und Online-Inhaltsanalysen.

Literaturangaben

Weblinks

Empfohlene Zitierweise

Sabine Gehring: Carsten Wünsch. In: Michael Meyen/Thomas Wiedemann (Hrsg.): Biografisches Lexikon der Kommunikationswissenschaft. Köln: Herbert von Halem 2016. http://blexkom.halemverlag.de/carsten-wuensch/ (Datum des Zugriffs).