Der Bereich „Fachgeschichte“ im BLexKom versammelt fundierte biografische Essays, expert:innengeleitete Features und textreiche Beiträge zur Entstehung und Entwicklung der Kommunikationswissenschaft im deutschsprachigen Raum. Hier stehen zentrale Figuren und Meilensteine der Disziplin im Fokus.
Fachgeschichte als Generationsgeschichte

Die Entwicklung der Kommunikationswissenschaft im deutschsprachigen Raum, erzählt als Kollektivbiografie ihrer prägenden Akteure – von den Ahnen und Gründervätern (wie Karl Bücher) Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts über die Jungtürken in der Zeit der Studentenunruhen bis zur Gegenwart und einem Ausblick in die nahe Zukunft.
Fritz Eberhard

Hans Bohrmann hat seine umfassenden Recherchen zu dem Journalisten, Politiker, NS-Widerstandskämpfer und Publizistikwissenschaftler Fritz Eberhard in einen Text gegossen, der weit mehr ist als ein Lexikoneintrag. BLexKom veröffentlicht die quellengesättigte Abhandlung ungekürzt.
Rückblicke auf Anfänge

Gerhard Vowe hat sich im Sommer 2022 mit einer Vorlesung aus Düsseldorf verabschiedet, in der es auch um den Sinn von Wissenschaft, akademische Rollen und eine ganz persönliche Bilanz geht. BLexKom dokumentiert diese Abschiedsvorlesung.
Bernd Blöbaum: Rückblicke und Ausblicke

Bernd Blöbaum, seit 2001 Inhaber eines Lehrstuhls für Medientheorie und Medienpraxis an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, ist im April 2022 in den Ruhestand verabschiedet worden. BLexKom veröffentlicht eine Würdigung von Gerhard Vowe.
Lutz Erbring. Eine Würdigung

Lutz Erbring, von 1986 bis 2005 Inhaber des Empirie-Lehrstuhls an der FU Berlin, ist 2021 im Alter von 83 Jahren gestorben. Statt eines Nachrufs veröffentlicht BLexKom eine Würdigung von Gerhard Vowe, einem Weggefährten Erbrings, gehalten im Juni 2022 auf einem Symposium zu Ehren des Verstorbenen.
Marianne Lunzer-Lindhausen zum 100.

Marianne Lunzer-Lindhausen, Pionierin in der Wissenschaft und jahrzehntelang prägende Figur am Wiener Fachinstitut, ist am 29. Juli 2021 im Alter von 102 Jahren gestorben. Statt eines Nachrufs veröffentlicht BLexKom eine Laudatio von Wolfgang R. Langenbucher anlässlich der Feier zum runden Geburtstag vor zwei Jahren.
Zwischen wissenschaftlichem Anspruch und Parteiauftrag. Journalismus-Theorie in Leipzig (1952 bis 1956)

Hans Poerschke, 1983 bis 1990 Professor an der Sektion Journalistik und 1991 Direktor des Studienprogramms Publizistik, taucht in die Frühgeschichte der Theorieentwicklung in der DDR ein und rekonstruiert das Journalismuskonzept, das in den 1950er-Jahren in Leipzig entwickelt wurde. Dabei geht es auch um eine Bilanz: Was bleibt von der Wissenschaft im Sozialismus? Das Manuskript wurde 2003 abgeschlossen und 2020 veröffentlicht.
Der Abriss des Roten Klosters

Der Titel dieses Features ist geborgt: von einer Podiumsdiskussion zum Ende der Leipziger Sektion Journalistik, die hier neben Zeitzeugenaussagen (Sigrid Hoyer, Bernd Okun), einem Ost-West-Seminar von 1990, einer Bilanz von Journalistik-Professor Karl-Heinz Röhr und einer Chronologie der Wendezeit dokumentiert wird.
Zum Strukturwandel des Journalistenberufs

Im Sommer 2018 ist Alphart Baumert über BLexKom auf Walter Hömberg gestoßen und damit auf den Mann, der sich wie kein Zweiter mit der wissenschaftlichen Arbeit seines Vaters beschäftigt hat. Auf Basis der anschließenden Korrespondenz hat Hömberg seine Einleitung zur Neuausgabe der Dissertation von Dieter Paul Baumert neu geschrieben.
The IAMCR Story

In this section on the IAMCR, we publish both a brief history of the association and four very personal views on it delivered by leading scholars who made IAMCR happen, at least in part: Kaarle Nordenstreng, Yassen Zassoursky, Jan Servaes, and Janet Wasko.
Zur Fachgeschichte der Kommunikationswissenschaft in Deutschland

Heinz Pürer veröffentlicht auf BLexKom eine überarbeitete und aktualisierte Fassung des Kapitels „Zur Fachgeschichte“, das sein Standardwerk Publizistik- und Kommunikationswissenschaft einleitet (erstmals erschienen 2003 bei UVK, 2. Auflage 2014). Der Autor war von 1986 bis 2012 Ordinarius an der LMU München.
Leipziger Neuanfang

Ein BLexKom-Feature führt zum nächsten. Das Material zur Journalistenausbildung in der DDR in den 1950er-Jahren, das hier präsentiert wird, ist zumindest teilweise eine Reaktion auf die erste Veröffentlichung zum Thema auf dieser Plattform.
Persuasive Kommunikation und Behaviorismus

Stefanie Averbeck-Lietz porträtiert den Psychologen, Neurophysiologen, Zellforscher und Propagandataktiker Serge Tchakhotine nicht als Sozialwissenschaftler, sondern als Naturwissenschaftler mit sozialen und politischen Motiven. Die Autorin ist Professorin für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Bremen.
Quo vadis, Fachgeschichte?

Wie weiter mit der Fachgeschichtsschreibung in der Kommunikationswissenschaft? Ein Thesenpapier von Gerd Kopper sowie Reaktionen von Stefanie Averbeck-Lietz, Thomas Birkner, Ingrid Klausing, Erik Koenen, Arnulf Kutsch, Maria Löblich, Michael Meyen, Andreas Scheu, Christian Schwarzenegger, Martina Thiele, Mandy Tröger, Manuel Wendelin, Thomas Wiedemann.
Meine Verwandtschaft mit Karl Weber

Roger Blum, emeritierter Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Bern, reflektiert über seine geistige und berufliche Nähe zu dem Historiker, Journalisten und Publizistikwissenschaftler Karl Weber und liefert so zugleich einen Baustein zur Geschichte des Fachs in der Schweiz.
Überleben im journalistischen Feld

Der Aufsatz blickt zurück auf die journalistische Vergangenheit des Publizistikwissenschaftlers Walter Hagemann zur Zeit des Nationalsozialismus. Gezeigt wird, dass es Hagemann trotz nationaler Akzentsetzung weder als Chefredakteur der Berliner Germania noch als Herausgeber des Pressedienstes Vox Gentium gelang, der Stigmatisierung als Regimegegner zu entgehen.
Leipziger Biografien

Dieses Feature dokumentiert sechs biografische Interviews mit führenden DDR-Journalistikwissenschaftlern. BLexKom möchte damit die Lebensgeschichten dieser Protagonisten festhalten und Forschung zu einem Feld der Fachgeschichte anregen, das auch ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung weitgehend brach liegt.
Kommunikationswissenschaft in den Niederlanden

Während die Genese des Fachs in Deutschland gut erforscht ist, sucht man in den Niederlanden bisher vergeblich nach einer Fachgeschichte. Joan Hemels präsentiert eine Spurenlese: von den Forderungen nach einer Wissenschaft der Presse Ende des 19. Jahrhunderts über den Pionier Prakke und den Leuchtturm McQuail bis hin zur heutigen Situation.
NS-Führungswissenschaft

A closer look into the past with a certain focus on, first, the definition of research topics in Germany (1925-1935), second the institutionalization by active adaption to the Nazi-State (1933-1945), and third the reconstruction of the discipline after World War II. An English version of Averbeck’s classic works on sociological perspectives in early German Newspaper Science and the post-1933 emigration of communication researchers from Germany.
Die Doktorfabrik in München

Mit rund 600 Dissertationen führt das Münchner Institut die Promotionsstatistik des Fachs an. Dieses Feature liefert eine Bibliografie, ein Referentenverzeichnis, einen Blick auf die Anfänge und zwei Zeitzeugenberichte: Heinz Starkulla (1922 bis 2005) und Kurt Koszyk (1929 bis 2015) haben bei Karl d’Ester in der heißen Phase der „Doktorfabrik“ Anfang der 1950er-Jahre promoviert.
Die Neuerfindung des Fachs

Walter Hagemann (1901 bis 1964) war die zentrale Figur der Publizistikwissenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg – mit einem eigenen theoretischen Ansatz, innovativen empirischen Studien und einem starken Praxisbezug. Mit seinem Eingreifen in den Ost-West-Konflikt stürzte er das Fach Ende der 1950er-Jahre in eine schwere Krise. BLexKom dokumentiert fünf Zeitzeugengespräche über sein Wirken am Institut für Publizistik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
„Der Schuh war zu klein“

Peter Glotz hat sich zwar in erster Linie als Politiker einen Namen gemacht, seine Wurzeln aber hatte Glotz in der Zeitungswissenschaft. Aus Anlass seines 75. Geburtstages dokumentiert BLexKom vier Zeitzeugengespräche (mit Wolfgang R. Langenbucher, Klaus Beck, Beat Schmid und Felicitas Walch) sowie ein persönliches Interview, das 2003 geführt wurde.
